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©Rüdiger Lutz



Event-Rückblick 2. April:


Der Königsteiner Freundeskreis Asyl und die Kids des Bethanien Kinder- und Jugenddorfs Eltville bei den Fraport Skyliners in Frankfurt


Story + Text: Ulrike Parthen

Ein verrückter Mann, ein überdimensional großer Mann und einer, der den Rekord im Umarmen gebrochen hat. So in etwa die Kurz-Umschreibung eines tollen Tages. 87 Menschen zeigten der Welt, was gemeinsames Zusammenwachsen praktisch bedeutet: dass Herkunft, Alter, Geschlecht völlig egal sind. Wo Herzlichkeit zusammentrifft, ist auch Spaß angesagt. Unseren Rückblick plus zahlreiche Foto-Erinnerungen findet ihr in diesem Beitrag.

Bevor die Story so richtig in Gang kommt, möchte ich euch zunächst oben erwähnte drei Herren vorstellen. Links den verrückten Fotografen Rüdi. Danke an der Stelle an Julia, die mit einem zweiten Foto-Apparat bewaffnet diesen wunderbaren Schnappschuss gefertigt hat. In der Mitte ist der 2,20 Meter große Daniel zu sehen (wie könnte man ihn übersehen!) - Basketballer der Skyliners und "Ahhhh-Ohhh"-Auslöser, wo auch immer er auftaucht. Unsere Kids lieben ihn durchweg von Sekunde eins. Rechts erkennt ihr, naja, erkennen ist zu viel gesagt. An der Mütze vielleicht, die Stuarts Erkennungszeichen ist. Darf ich vorstellen: der Umarmungs-Rekordinhaber Stuart bei der "Arbeit". Amerikanisch nennt man das wohl „I’m a Hugger“, wie ich brandaktuell erfahren durfte. 



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Schaut man sich die heutigen Event-Fotos an, fällt eines auf: Huch, so viele junge Männer heute mit dabei? Ja! Am heutigen Tag waren unsere Gäste zwischen 6 – 25 Jahre alt, plus Begleiter und/oder Eltern, siehe Bild links und in der Galerie ganz unten. Pssst, ein ganz kleiner Zwerg hat sich auch dazwischen geschummelt. Was ein erfolgreicher Basketballer werden will, sollte sich früh üben, wie wir von Stuart wissen.



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Zurück zu unseren Gästen, die teils bereits junge Erwachsene sind. Wir finden, auch sie haben einen solchen Tag verdient - dazu unseren ganzen Respekt. Geflohen aus der Heimat, die Familie ganz oder teilweise noch im Kriegsgebiet zurücklassen müssen. Alleine in einem fremden Land mit einer fremden Kultur. Was machen diese mutigen jungen Menschen? Sie jammern nicht, sondern packen es an, lernen sofort unsere Sprache, integrieren sich, machen eine Ausbildung oder arbeiten. Sie möchten niemandem zur Last fallen, sondern ihren Teil zur Gesellschaft beitragen. Ihr macht das super – weiter so! Wie dankbar sie über diese Art der Aufmerksamkeit am heutigen Tage sind, erfährt Stuart hautnah. Unzählige Umarmungen können den Dank dieser jungen Menschen kaum ausdrücken. Ihre Augen sagen alles. Sich willkommen und wichtig fühlen, das ist es, was sie sich wünschen.

Die Kids des Bethanien Kinder- und Jugenddorfs Eltville indes führen Großes mit Stuart im Schilde. Ja, Umarmungen verteilen auch diese Kinder bzw. Stuart an sie. Warum Stuart also nicht gleich vom Fleck weg als Daddy oder Grandpa adoptieren? Die Kids versuchen es mit allerlei herzlicher Verlockungen: „Stuart in meinem Zimmer ist noch ein Bett zum Übernachten frei.“ – „Stuart, wir könnten ganz viel gemeinsam spazieren gehen die nächsten Tage. Die Sonne soll scheinen.“ – „Stuart, mit dir Englisch lernen wäre viel cooler als in der Schule.“

Noch viel verlockender finden wir vom Team allerdings eine andere Begebenheit. Da der Duden dafür noch kein treffendes Wort parat hat, erfinde ich eben kurzerhand selbst eines: Multikulti-Warmherzigkeit! Geht so: Man lasse Kids und junge Erwachsene aus allen Herrenländern auf deutschem Boden bei einem Stuart-Event zusammentreffen. Nach wenigen Minuten ist die Multikulti-Warmherzigkeit bereits in vollem Gange: Jeder nimmt sogleich mit jedem herzlich Kontakt auf - ohne dessen Sprache zu sprechen. Es gibt keine Grüppchen, alle vermischen sich freundschaftlich. Dazwischen rennt der verrückte Fotograf umher und ruft "guckguck", um das schönste Lächeln der jungen Leute zu ergattern. Guckguck ist übrigens länderübergreifend verständlich, denn es bringt wirklich jede(n) zum Lachen. Ähnlich verhält es sich mit Herzlichkeit, die ein einfaches Prinzip verfolgt: Wenn du sie großzügig säst, wirst du Massen davon ernten. Genau das passierte heute in alle Richtungen - macht nicht nur uns Gänsehaut. 



Bei all diesen Emotionen darf der Story natürlich eines nicht fehlen. Da ist ja noch dieses Basketball-Spiel im Gange - eine nicht ganz unerhebliche Sache an diesem Ostermontag. Emotionen in anderer Form erleben wir auch hier. Und wie immer sehr viel Lautstärke, vor allem zu Anfang, als die Skyliners unter Raketenbegleitung einzeln in die Arena einliefen. Tja, und wer hat am Ende gewonnen? Wieder mal die Skyliners! Wie letztes Mal, als die Stuart-Kids mit dabei waren. Damit avancieren sie ganz klar zum Maskottchen der Mannschaft. Ihr lieben Gegner, zieht euch warm an: Am 15. + 29. April sind wir wieder mit kleinen, mittelgroßen und schon etwas größeren Gästen an Bord!



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Spaß? Was für eine Frage. Hatten alle Beteiligten, wie man an der Beweisführung unseres Fotografen sehen kann. Das Ende der Geschichte möchte ich ganz unserem Stuart widmen, ohne den all das gar nicht möglich wäre. Bei ihm wiederholte sich ein bekanntes Ritual: Die Nacht nach einem solchen Event schläft er kaum. Wegen der vielen Emotionen, die nachwirken und ihn wach halten. Wer weiß, vielleicht raubt ihm dieses Mal aber auch anderes den Schlaf ... womöglich die herrlichen Verlockungen der Kids des Bethanien Kinder- und Jugenddorfs Eltville? Ich werde ihn bei nächster Gelegenheit fragen.



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Alle Eventbilder gesammelt - ©Rüdiger Lutz

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Alle Eventbilder gesammelt - ©Julia P. Sura

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Stuart unterstützt die „Deutsche Kinderkrebsstiftung“ und die "Til Schweiger Foundation" seines Freundes Til.

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